Grundeinkommen und Bodenrechte

Welches Modell, welche Finanzierung, wie/wann/wo soll es eingeführt werden?

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Grundeinkommen und Bodenrechte

Beitragvon b22 » Do 8. Okt 2009, 17:13

Schaut Euch doch mal diese Gedanken zum Grundeinkommen an, und schreibt doch mal, was Ihr davon haltet:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen16.html
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Re: Grundeinkommen und Bodenrechte

Beitragvon Private » Fr 9. Okt 2009, 16:19

bei der behauptung, dass die konsumsteuer nicht der richtige weg ist, bin ich ausgestiegen. wer nicht begreift, dass alle gleichermaßen daran teilhaben sollen, hat nicht begriffen, worauf es beim bge ankommt. alle für alle. da braucht man nicht weiter diskutieren. eine entlastung für den arbeitgeber ist mehr als wünschenswert, eine erhöhung des einkommens des arbeitslosen und des arbeitnehmenden ist mehr als wünschenswert.

tut mir leid, das weiterdenken, was der mann da will, ist doch nichts weiter als eine verkomplizierung. wir wollen es einfach und klar, wie beneiden nicht die reichen, sondern unterstützen die armen. wenn ich dem reichen zeige, dass alle gleichermaßen in der pflicht stehen, wird er auch mitspielen.
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Re: Grundeinkommen und Bodenrechte

Beitragvon Hirnchirurg » Fr 9. Okt 2009, 19:46

Das Probelm am bedingungslosen Grundeinkommen ist, das die linke, die kommunistische Seite es als Kapitalismus/Neoliberalismus pur sieht (mit Woetz Werner als Galionsfigur) und die Kapitalisten selber es als kommunistische/sozialistische Idee abtun, weil alle das Gleiche bekommen und die Leistungsgerechtigkeit dem Schein nach fehlt. Beide haben sie recht, aber immer nur bedingt. Sie können nicht selber über den Rand ihrers eigene Horizontes schauen.
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Re: Grundeinkommen und Bodenrechte

Beitragvon b22 » Sa 10. Okt 2009, 21:21

Ja das mit der Mehrwertsteuer hat er glaube ich wirklich nicht ganz geblickt, oder er hat sich damit noch nicht wirklich tiefer beschäftigt.
Nun mir ging es eher um folgende Zeilen:
Solange es möglich ist, über das Geld Eigentum an Grund und Boden zu erlangen - und über Grund und Boden wiederum leistungsfreie Ansprüche auf Geld zu generieren, solange Geld und Grund gleichermaßen als austauschbare Werkzeuge der Erpressung genutzt werden können, solange wird keine gerechte und soziale Gesellschaft dauerhaft Bestand haben können. Es genügt immer eine Handvoll raffgieriger Egoisten, um die Umverteilung des Wohlstand von unten nach oben in Gang zu bringen und bis zum bitteren Ende in Gang zu halten.

Ein Ausweg aus diesen Erpressungsszenarien ist nur möglich, wenn jedem Menschen ein unveräußerliches

Recht auf angemessene Teilhabe

an den Ressourcen dieser Welt zugestanden wird - und das ist primär das unveräußerliche Recht jedes Menschen, ein Stück Grund nutzen zu dürfen.

...

Abgeleitet von dem Recht auf eine angemessene Teilhabe an den Ressourcen, kann eine Unterscheidung in "friedliches" und "aggressives" Eigentum getroffen werden. Während allen Bürgern eines Staates das Anrecht zugestanden werden kann, im Rahmen friedlichen, selbstgenutzten Eigentums einen definierten Anteil "Grund und Boden" aus dem Staatsgebiet kostenlos zu nutzen, muss die nutzungsverhindernde oder -erschwerende Ansammlung von Eigentumsrechten an Grund und Boden durch geeignet Methoden begrenzt werden.

Ein Weg dahin ist das "wahlfreie Grundeinkommen".

Entweder den zustehenden Anteil an Grund und Boden tatsächlich selbst nutzen dürfen, oder wahlweise auf diese Nutzung verzichten, und zum Ausgleich ein "Grund-Einkommen" beziehen, das ist ein Gedanke, der schon für sich alleine viele interessante Aspekte aufweist, und der in Verbindung mit einer Neuordnung des Eigentumsrechtes und der Geldversorgung in einem sanften Prozess, ohne Revolution, ohne Enteignung und ohne Chaos zu erzeugen, realisiert werden könnte.


Dies führt er dann noch weiter aus.
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Re: Grundeinkommen und Bodenrechte

Beitragvon Hirnchirurg » So 11. Okt 2009, 08:41

Diesen Gedanken kann ich zustimmen. Sehe es auch so ungefähr uund grob, das Grund und Boden wertneutral sind. Dass heisst beide sind kein Rechtsgut, das an eine Privatperson oder Institution verliehen werden kann. Nur das was auf Grund und Boden an Werten geschaffen wird (z. B. ein guter Acker, ein Haus) kann Besitz sein. Der Grund und Boden wird immer nur vermietet von der Gemeinschaft an den Einzelenen. Die Einnahmen daraus könnten an alle Menschen als Grundeinkommen fließen.
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