Riptide hat geschrieben:* Substitution aller Steuerfinanzierten Transferleistungen ist klar.... Alg I - ist das nicht beitragsfinanziert?
Natürlich ist ALG I beitragsfinanziert; ALG II durch Steuergelder.
Die Zeichnung will doch nur demonstrieren, dass bisherige Transferleistungen bis zur Höhe des BGEs durch das BGE ersetzt werden.
Riptide hat geschrieben: * Bafög - ist das nicht ein zurückzuzahlender Kredit? Das Geld kann man dann doch nicht so einfach verteilen an alle.
Das hast du missverstanden.
Es geht doch darum, dass wenn jeder Bürger ein BGE hat, braucht der, der studieren will, kein Bafög mehr.
Also kann man Bafög abschaffen.
Das BGE geht doch wieder an den Staat zurück:
Einerseits durch den Konsum der Bürger, andererseits profitiert doch der Staat davon, wenn er gut ausgebildete Leute hat (durch BGE kann jeder, der will, sich ein Studium leisten) die dann durch ihre Leistung/ Arbeit im Beruf wieder etwas zur Gesellschaft beitragen.
Riptide hat geschrieben: * "alle Arten von Unterstützung" - naja bietet großes Missbrauchspotential oder?
Das BGE ersetzt bis zu seiner Höhe alle bisherigen Sozialleistungen.
Nur bisherige Sozialleistungen, die höher als ein BGE sind, werden in ihrem Betrag über das BGE hinaus erhalten bleiben.
Beispiel: Ein Schwerbehinderter bekommt heute staatl. Sozialleistungen von 2500€ im Monat.
Das BGE soll 1000€ betragen, also bekommt er bei Einführung des BGEs 1000€ BGE + 1500€ zusätzliche Sozialleistungen.
Missbrauch?
Wie willst du das als „Missbrauch“ bezeichnen, wenn das BGE jedem als Menschenrecht zusteht; so wie das Recht auf Leben.
Es sei denn, du meinst Leute, die suchtabhängig sind und durch das BGE noch mehr Drogen oder Alkohol konsumieren könnten.
Dazu sei gesagt, dass es nicht darum geht, wegen Ausnahmen Politik für Einzelfälle zu machen. Es geht um die Suche nach einer neuen Sozialpolitik, die gesamtheitliche Lösungen für alle ermöglicht.
Dass weiterhin Menschen Hilfe benötigen werden, wird auch mit einem BGE so sein.
Aber nicht mehr in dem Ausmaß wie heute.
Und es wird weiterhin soziale Einrichtungen geben etc. Und wenn du mich fragst – mit einem BGE werden es diese Einrichtungen (Selbsthilfegruppen, Seelsorge etc.) viel leichter haben, weil, wenn jeder ein BGE hat, mehr Zeit für seine Mitmenschen haben wird.
Z.B. kann man mit anderen zusammen eine soziale Einrichtung aufbauen.
Riptide hat geschrieben:Ein BGE löst ja das Problem der Massenarbeitslosigkeit nicht, zumal nachwievor genauso viele Menschen um zu wenig Arbeitsplätze konkurieren. Da muss der Staat doch weiterhin in Arbeitsmarkt politische Instrumente insvestieren.
Das sehe ich nicht so.
Ein BGE würde ermöglichen, die Erwerbsarbeit, die da ist, besser aufzuteilen.
Es gibt zahlreiche Studien, dass viele der Erwerbstätigen gerne weniger arbeiten würden; gleichzeitig haben wir eine hohe Arbeitslosigkeit.
Ein BGE würde ermöglichen, dass Arbeitszeit in Deutschland für den Einzelnen verkürzt werden könnte, ohne dass es für ihn finanziell nicht reicht.
Beispiel: Heute arbeitet jemand 40 Std. pro Woche, mit BGE arbeitet er 30 Std. pro Woche, durch das BGE als Basis hat er aber isges. nicht weniger zur Verfügung und Arbeitgeber können wieder mehr Mitarbeiter einstellen.
Und Hand auf’s Herz – ein Arbeitsamt brauchen wir doch nicht wirklich.
Es gibt Stellenanzeigen, Internet.
Und wenn das nicht genügt – es gibt private Arbeitsvermittlungen.
Und gibt es nicht genügend – ich bin mir sicher, dass so mancher Jobvermittler der BA, der ja dann auch ein BGE haben wird, mit anderen zusammen eine private Jobvermittlung aufmachen wird.
Klaus Binder hat geschrieben:Nun muß aber der BGE-Betrag am Anfang nicht gleich 1000 Euro betragen. Man kann mit 0,00 € anfangen
Sehe ich nicht so.
Das BGE kann bei Einführung bis zu seiner Höhe bestehende Einkommen ersetzen.
Also es müssen nicht gleich 1000€ BGE sein, aber bei 0,00€ anfangen halte ich für überflüssig.